-in

-in [ɪn], die; -, -nen <Suffix>:
bezeichnet weibliche Personen oder Tiere und wird meist an die Bezeichnung männlicher Wesen, gelegentlich auch an generische Bezeichnungen oder Namen, angehängt:
a) <oft an Suffixe wie -»ant«, -»ar«, -»ent«, -»er«, -»eur«, -»ist«, -»or«> Ausländerin; Bibliothekarin; Chefin; Delinquentin; Demonstrantin; Familienministerin; Friseurin; Gemahlin; Masseurin; Medizinerin; Partnerin; Pastorin; Philosophin; Pragerin; Prinzipalin; Schwesternschülerin; Seniorin; Soldatin; Sozialdemokratin; Sportlerin; Tigerin; Verkäuferin; <abgeleitet von Wörtern auf -»erer«> Veräußerin/Veräußrerin; Bewunderin/Bewundrerin; Typin (scherzh.).
Syn.: -esse, -essin, -euse, -ice, -ine, -issin.
b) <mit gleichzeitigem Umlaut> Anwältin; Ärztin; Bäuerin; Füchsin; Hündin; Landsmännin; Schwägerin; Staatsmännin.
c) <unter gleichzeitigem Verlust des auslautenden -e beim Basiswort> Beamtin; Genossin; Kundin; Patin; Psychologin; Türkin; Vorfahrin.
d) <mit Umlaut und Verlust des auslautenden -e> Äffin; Französin; Häsin.
e) <ohne ein männliches Bezugswort> Arzthelferin; Stenotypistin; Wöchnerin.
f) <angehängt an Familiennamen> (ugs.) die Schmidtin (Frau Schmidt).
Syn.: -sche.
g) (früher; zur Kennzeichnung der Ehefrau und nach dem Beruf des Ehemannes) Försterin (Frau des Försters); Hofrätin (Frau des Hofrats).

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-in:
1) [i: dritter Vokal des Alphabets (-in folgt auf -en)] systematisches Suffix in den Stammnamen von acycl. u. cycl. Kohlenwasserstoffen mit einer Dreifachbindung im Molekül; Verb. mit zwei oder mehr solcher Bindungen erhalten die Endungen -[a]diin, -[a]triin usw., z. B. Ethin ( Acetylen), But-2-in, Hexa-2,4-diin;
2) Stamm in den Hantzsch-Widman-Namen ungesättigter sechsgliedriger Heterocyclen mit Si, Ge, Sn, Pb, N, Bi, O, S, Se, Te u. Hg im Ring, z. B. Dioxin, Oxazin, Thiadiazin; ferner dient -in als Suffix in Stammendungen wie -inin, -ecin, -epin, -ocin, -onin;
3) [lat. -inus, -ina, -inum (adjektivische, oft Verwandtschaftsbeziehungen andeutende Endung)]: unsystematische Endung in Namen sowohl von Mineralien u. Edelsteinen als auch von org. Verb., die aus Naturstoffen extrahiert oder abgeleitet sind (z. B. Glycerin, Naphthalin, Pyridin, Cholesterin, Glycin, Penicillin, Carotin, Insulin, Strychnin, Morphin, Anilin, Benzin);
4) in der anorg. Nomenklatur ein Suffix in den Namen von Stammhydriden (z. B. Hydrazin, Phosphin, Arsin);
5) Infix (-in-) in den Namen von -insäuren u. a. abgeleiteten Verb. ( -ino-).

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-in, die; -, -nen:
1. kennzeichnet in Bildungen mit Substantiven, die männliche Lebewesen bezeichnen, die weibliche Form:
Arbeiterin, Bewundrerin, Delinquentin, Langstrecklerin, Pilotin, Rudrerin, Sozialistin;
<mit gleichzeitigem Umlaut:> Ärztin, Hündin;
<unter Verlust des -e:> Kollegin, Kundin, Türkin;
<unter Verlust des -er:> Bewunderin, Ruderin, Zimmerin;
<mit Umlaut und Verlust des -e:> Äffin, Französin.
2. (ugs.) kennzeichnet in Bildungen mit Familiennamen ein weibliches Mitglied:
Müllerin.

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-in, die; -, -nen: 1. kennzeichnet in Bildungen mit Substantiven, die männliche Lebewesen bezeichnen, die weibliche Form: Arbeiterin, Delinquentin, Langstrecklerin, Pilotin, Sozialistin; <mit gleichzeitigem Umlaut:> Ärztin, Hündin, Schwägerin; <unter Verlust des -e:> Kollegin, Kundin, Türkin; <unter Verlust des -e[r]>: Rud[r]erin, Zimmerin; <mit Umlaut und Verlust des -e:> Äffin, Französin. 2. (ugs.) kennzeichnet in Bildungen mit Familiennamen ein weibliches Mitglied: Müllerin.

Universal-Lexikon. 2012.

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